Moertelshop Newsletter vom 11.4.2021

25.04.2021 09:43
Liebe Betonbegeisterte,

wir haben wieder etwas Neues, das unsere Betonherzen höher schlagen lässt:

MAGNETIT. Das ist ein schwarzer Schwersand für Beton, der gleich mehrere ungewöhnliche Eigenschaften mitbringt.

Magnetitsand

Erstens ist er wirklich schwer, und zwar so schwer, dass der Beton damit fast das Doppelte wiegt. Das ist ideal für solche Objekte wie Schirmständer, Briefbeschwerer oder Klebefilmabroller oder einfach alles, was möglichst standfest sein soll.

Zweitens kann man mit Magnetitsand Beton herstellen, auf dem Magnete haften, z.B. für eine Magnetpinnwand.

Magnetischer LEGO DUPLO Stein aus Beton

Zur Veranschaulichung hier mal ein 6 cm hoher Spielzeugstein aus Magnetit-Beton mit ein paar aufgesetzten Supermagneten. Die Haftwirkung ist in etwa so stark wie auf Eisen.

Und drittens ist Magnetitsand echt schwarz, was es deutlich erleichtert, wirklich schwarzen Beton zu machen. Chemisch gesehen ist Magnetit nämlich nichts anderes als unser schwarzes Eisenoxidpigment, nur eben nicht so fein gemahlen. Wenn man ihn als Körnung verwendet, dann bekommt man einen Beton, der auch dann noch schwarz bleibt, wenn er angeschliffen wird.

Kern meines Tesafilmabrollers

Zur Veranschaulichung hier mal der Kern von meinem neuen Tesafilmabroller aus Magnetit-Beton, bei dem die Stirnseiten geschliffen sind. Den kompletten Abroller werde ich in einem meiner nächsten Newsletter noch vorstellen.

Der neue Magnetitsand mit Körnung 0-2 mm ist ab sofort im Moertelshop erhältlich. Eine feinere Körnung wird es später auch noch geben. Wer mehr über die Betonmischung wissen will, die ich für den Legostein und den Rollenkern verwendet habe, der findet die genaue Rezeptur hier im Moertelshop-FORUM.

Viele Grüße und eine gute Zeit

Sven Backstein

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P.S.: Mein Techniktipp – Wasser sparen!

Normalerweise nimmt man zum Anrühren von Beton einfach so viel Wasser wie es braucht, um ihn gut verarbeitbar zu machen. Wenn die Mischung noch zu steif ist, dann gibt man halt etwas mehr Wasser dazu, und schon fließt der Beton so wie er soll. Aber leider ist zu viel Wasser nicht gut für den Beton, denn es mindert die Festigkeit. Das liegt daran, dass überschüssiges Wasser, welches nicht für den Abbindeprozess gebraucht wird, beim Heraustrocknen Poren hinterlässt. Und ein poröser Stein ist eben weniger fest als ein nicht poröser.

Was kann man da tun? Man muss versuchen, mit möglichst wenig Wasser auszukommen, wenn die Festigkeit – dazu gehört auch die Kantenstabilität – möglichst gut sein soll. 100 Gramm Portlandzement binden chemisch nur 25 Gramm Wasser. Das ist weit weniger als üblicherweise verabreicht wird. Die allgemein übliche Wassermenge liegt nämlich zwischen 40 und 75 Gramm pro 100 Gramm Zement, und das ist zu viel.

Beim Wassersparen kann man sich zwei Tricks zunutze machen. Einer davon ist ein starkes Fließmittel auf PCE-Basis. Das wirkt wie ein Gleitfilm zwischen den Zementpartikeln und sorgt dafür, dass auch trockene Mischungen in Fluss geraten. Der zweite Trick ist die Verwendung von CSA-Zement. Der bindet nämlich chemisch deutlich mehr Wasser. Das bedeutet, man kann zum Anmischen mehr Wasser nehmen und bekommt deshalb trotzdem noch keine Poren.

Wenn man die beiden Tricks kombiniert und dann auch noch einen puzzolanischen Feinstzuschlag wie unser Microsilica einsetzt, dann kann ein richtig guter Beton wie z.B. unser VITO PIANO dabei herauskommen.


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